Wo für mich das wirkliche Leben anfängt

Hallo,

am 02.06.2012 schrieb ich in mein Notizbuch Folgendes:

“Eine Veränderung passiert nicht von heute auf morgen. Das Leben ist ein Prozess und alles bewegt und verändert sich. Niemals geschieht eine Sache genauso, wie sie schon einmal geschehen ist. Und niemals wird etwas genauso sich ereignen, wie man es erwartet und es sich erhofft und vorstellt.

Das Leben passiert. Allerdings ist man dem nicht hilflos ausgesetzt. Jeder von uns kann aktiv selbstbestimmen, welchen Weg er einschlägt und was ihn voranbringt. Das Mensch strebt nach Selbstverwirklichung und Harmonie. Dinge, die schaden geht er aus dem Weg und vermeidet sie.

Wichtig ist es, sein Handeln und Verhalten zu hinterfragen und sich den Problemen zu stellen, um ein erfüllendes, wohltuendes Dasein zu genießen. Das Leben muss nicht grau und schwerfällig sein.

Wenn es das ist, dann ist man es sich selbst nicht wert, sich für etwas Besseres ins Handeln zu begeben und seine Träume und Ziele zu verwirklichen.”

Beeindruckend. Ich schrieb diese Zeilen damals in der Klinik nachdem ich realisiert hatte, dass ich bin, dass ich lebe und, dass ich es mir wert bin.

Es klingt selbstverständlich, wie ich das so schreibe. So, als wäre Nichts dabei und als wäre das so etwas, ja eben Selbstverständliches, was Jeder weiß und was Jeder in sich mit sich so herum trägt.

Doch ich glaube, dass es nicht so ist; dass der Verstand andere Geschichten erzählt.

Mein Verstand wünscht sich manchmal, dass eine Veränderung von heute auf morgen passiert. Und gleichzeitig wollte er auch immer, dass sich am besten Nichts verändert, sodass das sichere Konstrukt bestehen bleibt.

Und auch ist es so, dass ich am Liebsten in die Zukunft schauen wollte, um zu wissen, was als Nächstes passiert, weil das Gefühl, es nicht zu wissen mir Angst bereitete.

Die Gewohnheit war ein ständiger Begleiter.

In gewisser Weise tut sie auch gut. Denn, wenn ich gewohnt handel, dann braucht mein Gehirn weniger Energie, da mein Verhalten den Nervenbahnen folgt, die schon sehr ausgeprägt sind. Je dicker diese sind, desto schneller kann ich reagieren und handeln. Reiz zack Reaktion. Da brauch ich nicht viel nachdenken und hinterfragen erst recht nicht. Reiz zack Reaktion.

Und doch bin ich in den meisten Fällen kein großer Fan davon, weil so auch Vieles an mir vorbeigeht.

Ich liebe mittlerweile den Gedanken: Jeden Tag in jedem Moment, also auch genau jetzt, passiert etwas, was noch nie zuvor passiert ist. Jeder Moment ist einzigartig und in jedem Moment treffen Gegebenheiten aufeinander, die sich so noch nie ergeben haben. Selbst wenn ich jeden Tag den gleichen Weg laufe, so ist dies jeden Tag ein neuer Weg, denn niemals wird der gleiche Vogel zur gleichen Zeit auf dem gleichen Ast in dem gleichen Windzug, wie gestern zwitschern.

Ja, das sagt man so, hätte ich früher voller Überzeugung gesagt.

Heute weiß ich aus meiner Erfahrung, dass es wirklich so ist und etwas verändern kann, wenn man sich darauf einlässt.

Wenn ich in der Gewohnheit versunken bin, dann mache ich das, was ich immer mache, ohne dabei noch bewusst wahrzunehmen, was ich dort gerade WIRKLICH mache. Ich glaube dann immer den selben Weg zu gehen, aber sehe gar nicht, dass das gar nicht wahr ist.

Was halte ich denn noch alles so für wahr, obwohl es das nicht ist?

Wenn ich aufwache und bewusst wahrnehme, was eigentlich ist, dann kann ich aus dieser Gewohnheit ausbrechen. Dann kann jeder Moment zu dem werden, was er wirklich ist, etwas Einzigartiges, etwas Wundervolles. Ja, WUNDER voll. Denn in jedem Moment passiert etwas, womit ich nicht gerechnet habe. Wenn ich loslasse und einfach schaue, was da ist, dann kann ich Dinge entdecken, an die ich niemals zuvor gedacht hätte.

Wenn ich loslasse, dann komme ich aus dem Kopf direkt in den Moment.

Dann lasse ich Gedanken los und bin einfach nur da. Im jetzigen Moment passieren auch keine Sorgen. Sorgen sind Gedanken, die uns verschleiern, die uns verblenden. Sie nehmen den Moment ein und lassen mich nicht frei spüren, was eigentlich gerade los ist.

Wenn ich also das Leben mehr leben und genießen will, wenn ich mich selbst erfüllen will, dann muss ich raus aus meinem Kopf kommen und direkt rein ins Leben.

Dann brauche ich nicht für alles einen Plan, dann darf ich auch mal einfach nur da sein und schauen, was in diesem Moment los ist.

Und dann kann ich auch die Angst und das Unwohlsein, welches dann aufkommen mag, weil dann vielleicht Sorgen aufsteigen, wie: Du musst doch noch das und das und das machen! Und: Nee, das ist ja total langweilig, was soll ich da schon sehen. Was bringt mir das?! Das ist doch sinnlos und schwachsinnig! Da passiert doch Nichts! Ja, dann kann ich diese Gedanken einfach Kopfsache lassen und trotzdem herausgehen, aus der Gewohnheit und für einen Moment einfach mal loslassen und sein.

Sobald ich aus der Gewohnheit ausbrechen will, meldet sich auch mein Verstand.

Er passt darauf auf, dass alles in seinen gewohnten Regeln abläuft. Er ist es auch, der mir dann die Sorgen, Ängste und Zweifel aufwirft, indem er versucht, das, was er nicht fassen kann, vorauszusagen. Und das fällt natürlich negativ aus, weil er nicht will, dass sich etwas verändert, weil er sich ja auf das, was er schon kennt, eingestellt hat. Dafür hat er ja seine Regeln und Gedankenbahnen in meinem Gehirn erschaffen, da muss jetzt auch nichts Neues so unbedingt rein. Läuft ja. Ja, lieber Verstand.

Und doch beginnt wirkliches Leben da, wo ich aus der Komfortzone, aus der Gewohnheit ausbreche.

Hier ist der Raum, an dem Entwicklung stattfinden kann. Hier kann ich herausfinden, wer ich wirklich bin und was ich wirklich, wirklich will. Hier kann ich meinen Verstand dankbar für das, was er bisher für mich getan und geregelt hat, abschalten und einen Moment lang einfach sein und schauen, was da wirklich ist. Hier sind meine Gedanken eben nur Gedanken und ich entscheide, ob ich ihnen Glauben schenke will oder eben nicht.

Hier ist auch der Moment und Ort, an dem ich mich neu entscheiden kann, an dem ich das Alte sein lassen kann.

Und hier kann ich lachen, weil ich lebendig und frei bin.

Und am Wichtigsten, hier ist auch der Moment, in dem ich anfangen kann, mich zu lieben und zu schätzen, wie ich bin. Mit allen meinen Ecken und Kanten, meinen Verhaltensweisen, die ich dort in meinem Kopf irgendwann einmal gelernt habe und mit allem, was ich sonst noch so mitbringe. Hier kann ich einfach sehen, wer ich wirklich bin und, was mir wirklich am Herzen liegt.

Hier bin ich einfach nur, und zwar mehr als das, was ich glaube zu sein.

Wer bist du, wenn du deine Komfortzone verlässt und aus der Gewohnheit für einen Moment ausbrichst?

Ich freue mich, wenn du es mit mir teilst.

Alles Liebe,
Nadin

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Vom Schmerz und inneren Implus

Hallo,

ich habe gerade das Bedürfnis, ein wenig tiefer zu gehen. Vor einer Weile schrieb ich einen Artikel zum Thema Warum wir körperliche Schmerzen brauchen. Darauf will ich noch ein wenig näher eingehen, weil es mich gerade wieder betroffen hat und ich für mich eine Menge daraus ziehen konnte. Jetzt fühle ich mich freier und wieder ein Ticken lebendiger. Wundervoll!

Erst in der letzten Woche habe ich wieder ähnliches erlebt.

Ich fühlte mich angeschlagen, hatte Hals- und Ohrenschmerzen.

Meine erste Reaktion: Wie jetzt? Och nee, ich brauch doch gar keine Krankheit, läuft doch gerade richtig gut. Mittlerweile weiß ich aber auch, okay, da steckt mehr dahinter. Schauen wir also mal hin, was mir Mr. Körper da wieder sagen möchte. Was ist denn das Spannende, was ich daraus lernen kann?

Es war also an der Zeit, mal wieder nach Innen und auf mein Leben zu schauen…

Halsschmerzen. Ich hab soooooon Hals und irgendetwas bringe ich nicht zur Sprache. Et voilá: Ohrenschmerzen, wo ich scheinbar irgendetwas nicht hören will. Das Ganze steht auch für einen verdrängten Konflikt. Dass ich mit Wut und Konfliktsituationen meine Schwierigkeiten habe, war mir nichts Neues. Ich habe genauer hingeschaut:

Wo habe ich denn sonen Hals?

Die Frage war eigentlich schon fast überflüssig.

Seit ca. zwei Monaten war ich nun schon unzufrieden mit meiner Arbeit. Ich merkte, dass ich da nicht mehr reinpasse und dieser Job in meiner Zukunft keine Rolle mehr spielt. Gleichzeitig war ich genervt, wie ich mich behandeln ließ und welche Aufgaben ich erfüllte. Klar, das kann so laufen und ich bin ja da, um zu arbeiten. Anfangs hat es mir auch echt Spaß gemacht, da es ein Gegenstück zu meinem alten Bürojob war. Doch die Anfangsfreude war verpufft. Ich merkte mehr und mehr, dass es einfach nicht mehr passt für mich. Ich und meine Vorstellungen haben sich auch über die Reise hinweg verändert.

Im Gegensatz zu meinem alten Job hatte sich zwar schon Einiges verbessert: Die Message, die das neue Unternehmen vertritt, passte nun auch zu meinen inneren Überzeugungen, sodass ich nicht mehr länger Dinge tat, die mir wertlos erschienen. Der Umstand Zeit gegen Geld zu tauschen, war also anfangs noch ok. Doch ich merkte, immer, wenn ein Lob der Kunden kam, spielte sich Folgendes ab: Hey toll, danke, das freut mich. Aber gleichzeitig kam da auch innerlich: Hmmm.. okay, aber irgendwie ist es nicht ganz mein Werk und mein Schaffen. Ich erfülle und gebe weiter, aber bin eher ausführend und machend, anstatt wirklich mich darin zu sehen.

An diesem Punkt war ich vor einem Monat und dennoch habe ich das einfach so weiter laufen lassen und habe nicht auf diesen inneren Impuls gehört, der mir mitteilen wollte, dass es hier so nicht weiter geht. Ich habe mich einfach nicht getraut. Stattdessen versuchte ich, mir das immer irgendwie gut zu reden. Hallo Ohren- und Halsschmerzen, endlich macht ihr mit mir mal Halt.

Ja, es war also an der Zeit, etwas zu verändern, auf meinen inneren Impuls zu hören. Ich beschloss, mit meinem Chef zu reden und ihm die Situation zu erklären und, dass ich mich in der Zukunft nicht mehr hier sehe. Daraufhin kündigte ich. Klingt super easy, wie ich das hier so schreibe und total selbstverständlich.

Ja, passt nicht mehr, kündige ich eben…

…wenn es nicht mehr passt und es mich eben weiter zieht. Logisch! Aber nein, das war es nicht. Im Gegenteil ich hatte mega Angst mit ihm zu reden und auch, auf meinen inneren Impuls zu hören und ihm zu vertrauen. Gängigerweise versuche ich nämlich, dem aus dem Weg zu gehen. Achtung Gefahr, laaaauf! Damit stehe ich mir allerdings selbst im Weg. Ein Anteil in mir versucht dann auch noch, mich irgendwie schlecht zu machen, so von wegen: Ach mensch, jetzt reiß dich doch mal zusammen. Wir sind doch hier nicht bei Wünsch-dir-was. Manchmal muss man eben auch die Zähne zusammen beißen und das Aushalten und Durchziehen, irgendwann wird es bestimmt besser… Ja, das kenne ich und dann auch noch in jeder Situation den Fehler bei mir suchen und mich immer mehr anpassen und einengen, damit es irgendwie dem Anderen passt.

Jaaa… kann man machen. Ähhhm… aber nee!

Ich kann dich verstehen, lieber innerer Nachgeber und Nörgler und harter Kern, Kämpfer! Aber nein, es gibt da noch andere Wege und Möglichkeiten!

Das Leben darf auch einfach sein. Es darf sich gut anfühlen.

Es darf dir auch gut gehen, du darfst frei sein und du darfst auf deinen inneren Impuls hören. Du musst dich nicht immer fügen und Ja zu allem sagen, was sich innerlich aber eigentlich nicht so gut für dich anfühlt. Das muss nicht sein! Du hast es verdient, glücklich zu sein! Ja, auch du! Und, du darfst weiter gehen, wenn es sich für dich danach anfühlt.

Das Leben muss nicht immer aus Kämpfen und Durchhalten bestehen.

Und vor allem sollte es nicht aus Hoffen bestehen: Hoffen, dass es irgendwann vielleicht besser wird. Durch irgendein Wunderwerk wird sich schon etwas verändern. Irgendwann kommt der Prinz und rettet mich. Schön wärs, aber was ist, wenn er doch nicht kommt?! Wann realisiere ich das dann? Ich glaube, das führt dann nur dazu, dass ich immer mehr abstumpfe… Irgendwann ist die Stimme da drin dann immer leiser. Irgendwann hab ichs geschafft, dann merke ich nicht mehr, wer ich eigentlich bin und was meine Werte und Vorstellungen sind.

Nee, nee, nee. So muss das doch nicht! Lieber innerer Nörgeler und Kämpfer! Ich kann dich verstehen, aber und vielleicht genau deswegen möchte ich lieber leben und lieben.

Frei und glücklich sein. Und fühlen…

… fühlen, wenn etwas nicht mehr passt und mich einengt.

… aus körperlichen Schmerzen und Symptomen wachsen.

Ich habe also den Entschluss gefasst, zu kündigen, auf meinen inneren Impuls zu hören.  Meine Schmerzen waren schlagartig weg. Klingt zu schön, um wahr zu sein, oder? Aber das habe ich nun schon einige Male erlebt. Sobald ich den inneren Konflikt dahinter gelöst hatte, hat sich eine fast sofortige Besserung meiner Beschwerden eingestellt. So von wegen:

Aufgabe erledigt, kann weiter gehen. 

Ich finde es deswegen unglaublich spannend, wie Körper und Seele zusammen spielen und sich gegenseitig unterstützen.

Die Angst mit meinem Chef zu sprechen und zu kündigen, war übrigens echt nicht witzig. Aber ich wusste, da muss ich jetzt durch. Ich finde es sehr spannend, dass die Angst unseren Verstand dazu anregt, sich das schlimmste auszumalen und uns so versucht, zurück zu halten. In meinem Kopf liefen die schlimmsten Szenarien ab. Eine Essenz davon war, dass ich garantiert verletzt werde, dass er ausrastet und mich klein macht. Unglaublich spannend. Das zeigt mir, dass da noch ein paar Baustellen offen sind und, dass ich da bei Gelegenheit mal genauer hinschauen kann, woher das eigentlich kommt.

Das Gespräch dauerte übrigens maximal 3 Minuten und es war von vollstem Verständnis und Wohlwollen für beide Seiten geprägt. Sehr interessant, liebe Angst, was du so draus gemacht hast!

Ich fühle mich nun bestärkter und wieder ein Stück weit verbundener mit mir selbst, weil ich merke, ich geh da meinen Weg und schau, wo es mich innerlich hinzieht und führt.

Mich interessiert, ob du schonmal ähnliche Erfahrungen gemacht hast und was sich bei dir durch einen körperlichen Schmerz schon verändert hat?

Ich freue mich, von dir zu hören!

Alles Liebe,
Nadin

 

Warum es egal ist, was Andere über dich denken – 4 wesentliche Fragen

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Hallo,

eigentlich wissen wir es! Es ist egal, was Andere über uns denken und dennoch halten wir uns zurück und trauen uns nicht, das mitzuteilen, was uns wirklich bewegt. Wir haben Angst und sind unsicher. Diese lässt uns an dem Punkt stehen, an dem wir jetzt sind, ohne ins Handeln zu kommen. Kommt dir das bekannt vor? Und eigentlich würdest du viel lieber etwas verändern?

Falls ja, dann kommt dieser Artikel hier genau richtig für dich! Denn in diesem Post möchte ich dir vier wesentliche Fragen stellen, die dir dabei helfen können, die Meinung der Anderen aus einem neuen Blickwinkel zu betrachten, um dich so frei davon zu machen.

Also gut, steigen wir gleich mal voll ein: Stell dir vor, du bringst raus, was du mit der Welt teilen willst. Zum Beispiel trägst du heute das knallrote Kleid, du brichst dein Studium ab oder du postest deinen ersten Blogartikel. Menschen werden dich/ ihn anschauen und sich ihren Teil dazu denken. Einige werden es gut finden, Andere nicht. Das ist Fakt. Das positive Feedback nehmen wir gern an, doch die negativen Gedanken und das Bild, welches der Andere dann vielleicht von uns hat, lässt uns zweifeln, ob wir es wirklich tun sollten.

Indem wir nicht handeln, schränken wir uns selbst ein und machen uns abhängig von dem, was Andere vielleicht sagen oder denken könnten. Wir machen uns selbst klein und stehen nicht zu dem, wer wir sind und was wir tun. Wir können das schon ab, ist ja eh nicht so wichtig, was wir zu sagen haben… Das wirkt sich ebenfalls auf unseren Selbstwert aus. Und gleichzeitig verpassen wir die Chancen, die sich ergeben, wenn wir nur handeln würden. Wir werden nie erfahren, was wäre wenn…

Es liegt also auf der Hand, dass das Verhalten, sich von der Meinung Anderer abhängig zu machen, nicht förderlich für uns ist, eher im Gegenteil: es hält uns weiterhin klein und vernachlässigt uns und unsere Bedürfnisse. Das tut weh und auf Dauer kann sich da eine Menge anstauen.

Lass uns das also mal anpacken, um uns davon zu befreien!

Punkt 1: Wer verbrachte bis heute 24h am Tag mit dir?

Es ist vollkommen egal, was Andere von dir denken! Es kann passieren, dass sie etwas gegen das haben, was du da zeigst. Doch auf welcher Basis urteilen sie über dich? Sie kennen immer nur einen Teil von dir, einen klitzekleinen Ausschnitt aus deinem Gesamtpaket DU. Sie wissen so wenig über dich, und dann bilden sie sich ein Urteil über das, was du dort von dir preisgibst?! Und du hörst auch noch darauf?! DU bist der Mensch, der seit deiner Geburt 24h am Tag mit dir zusammen ist; durch alle Erfahrungen mit dir durchging… Im Vergleich dazu ist dieser kleine Ausschnitt, den sie von dir sehen, gar nichts. Ihr Urteil beruht also auf keiner wirklichen Grundlage, sodass du es NICHT persönlich nehmen KANNST. Nur weil sie etwas nicht an dir mögen, brauchst du dich nicht anzweifeln!

Punkt 2: Warum reden sie so über dich?

Du zeigst etwas von dir, was du bist und dich bewegt. Die Meinungen der Menschen darauf sind sehr unterschiedlich, denn jeder sieht seine Welt aus einer anderen Perspektive. Jeder von uns hat in seinem Leben seine eigenen Erfahrungen gemacht, weswegen jeder heute genau so ist, wie er ist und an dem Punkt steht, an dem er steht. Der Eine zum Beispiel hat eine gute Erfahrung mit dem Reisen gemacht, der Andere würde nie wieder in ein fremdes Land reisen. Und du selbst liebst aber dieses Land, weil es dich persönlich sehr bereichert hat. Was auch immer du tust: Es wird Menschen geben, die es mögen, was du machst, und welche, die es nicht tun. Egal was der Fall ist, du kannst es nicht beeinflussen. Du kannst ihre Reaktion nicht ändern, denn sie selbst reagieren aufgrund ihrer Erfahrungen und Ansichten. Du bestimmst, allerdings wie viel Macht du ihnen gibst. Wie viel Macht willst du ihren Aussagen geben? Für Viele ist es leichter, sich über andere Menschen auszutauschen, anstatt selbst die Verantwortung für ihr Leben zu übernehmen. Nimms also nicht persönlich.

Punkt 3: Und wenn es wehtun wird, was sie sagen?

Wenn du dich mit dem, was du bist sichtbar machst, machst du dich auch verletzlich. Du zeigst dich, so wie du gerade bist, oder wie du denkst und fühlst. Das ist zunächst beängstigend, aber so, wie du bist, bist du gerade nun mal! Nicht perfekt, hast deine Ecken und Kanten, aber das ist vollkommen okay, das ist gut, denn das bist du! Steh zu dir! Du bist wundervoll! Wenn du es nicht macht, wer bitte dann?!
Wenn dic
h eine Aussage trifft, dann kann das weh tun. Ja! Doch gleichzeitig ist es eine unglaublich große Chance. Denn wie ich bereits hier geschrieben habe, lassen uns unangenehme Gefühle wachsen. Sieh es also als Möglichkeit, mehr über dich zu erfahren. Du kannst immer überprüfen, was sich für dich richtig und gut anfühlt, und was nicht. Vielleicht wirst du durch sie auf wunde Punkte, die dir schon lange nicht mehr helfen, aufmerksam gemacht. Dafür kannst du dankbar sein.

Und nun noch der vielleicht wichtigste Punkt.

Punkt 4: Bist du es dir selbst wert?

Hören wir auf das, was Andere sagen, dann schränken wir uns selbst ein. Damit geben wir dem Anderen eine Menge Macht über uns. Hast du dir jemals die Frage gestellt, warum die Meinung des Anderen dich eigentlich so interessiert? Du bist es dir selbst nicht wert genug, zu dir zu stehen! Du brauchst die Bestätigung und Anerkennung der Anderen. Im Idealfall fällt ihr Urteil über dich gut aus, dann fühlst du dich auch gut. Fällt es hingegen schlecht aus, fühlst du dich schlecht. Aber was ist dabei mir dir? Was fühlt sich denn für dich richtig an? Wie ist es, wenn du dich selbst unterstützt und endlich sagst, was du zu sagen hast und zeigst, wer du bist? Wenn du dich selbst wertschätzt, machst du dich frei von den Meinungen Anderer. Denn du bringst dich und deine Message einfach nach draußen, weil es DIR wichtig ist, dass das in die Welt kommt und du sein kannst, wie du bist. Du bist dir bewusst darüber, dass es Menschen gibt, die anders denken, aber das berührt dich nicht länger, weil du dein Ding machst und weißt, dass sich manchmal eben auch Meinungen unterscheiden, abhängig davon, wo der Jeweilige im Leben steht.

Versteck dich also nicht länger und hau raus, was du willst! Übernimm Verantwortung für dich und dein Leben und fang an dich zu unterstützen, dich selbst wertzuschätzen, indem du zu dir stehst!

Es wird immer Menschen geben, die es scheiße finden, was du machst. Aber einfach nur urteilen und meckern kann jeder. Lass sie reden und geh deinen Weg! Es wird genauso gut auch immer Menschen geben, die hinter dir stehen und dich auf deinem Weg unterstützen.

Verpasse nicht die Chance, deine Großartigkeit mit der Welt zu teilen!

Alles Liebe,

Nadin

P.S. Lebst du schon, oder zweifelst du noch? Was hält dich noch zurück, es zu tun? Was willst du eigentlich schon lange herausbringen und von dir zeigen, traust dich aber noch nicht? Lass mir gern einen Kommentar da. Ich freue mich, von dir zu hören.

Wie du schlechte Gefühle in Entwicklung verwandelst – 4 Schritte

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Hallo,

im letzten Beitrag habe ich dir gezeigt, warum deine schlechten Gefühle es nur gut mit dir meinen und wie wertvoll sie eigentlich sind. Dieser Zusammenhang ist ein Anfang, denn du wertest sie nicht mehr nur ab, sondern öffnest dich ihnen gegenüber.

Doch wie geht es nun weiter? Du fragst dich jetzt bestimmt, WIE du deine schlechten Gefühle verwandeln kannst und welche Entwicklung aus ihnen hervorgehen soll.

Um das heraus zu finden, gibt es ein paar einfache Schritte, die ich dir nun vorstellen möchte.

Vier Schritte, die deine Gefühle in Entwicklung verwandeln lassen.

In diesem Moment fällt mir noch ein Gedanke aus meinem früheren Physikunterricht ein. Das Stichwort lautet Potential. Etwas hat Potential bedeutet: Es ist Energie vorhanden, um Arbeit zu verrichten. Vielleicht nicht schön formuliert, aber das bringt das Ganze auf den Punkt. Unsere schlechten Gefühle haben Potential. Sie sind Energie und lassen sich in Entwicklung verwandeln. Wir können an ihnen wachsen und neue Sichtweisen über uns und unser Leben gewinnen.

So, wie machen wir das nun?

Die vier Schritte sehen wie folgt aus:

  1. Schritt: Annehmen
  2. Schritt: Anschauen
  3. Schritt: Hinterfragen
  4. Schritt: Entscheiden und Handeln

Lass uns da einmal näher drauf eingehen.

1. Schritt: Annehmen

Dein schlechtes Gefühl kommt nicht von irgendwo her. Du fühlst dich so, weil ein Umstand in deinem Leben gerade unschön ist. Was es auch sein mag. Das Leben ist gerade so. Ja, es ist unschön, ja, du willst es gern anders haben, aber es ist eben gerade so. Reg dich vielleicht kurz auf, aber es ist eben gerade so. So, wie du jetzt bist und wo du jetzt bist, so ist es nun mal gerade. Das ist Fakt. Nimm es an. Wie fühlt es sich an? Wo merkst du es?

2. Schritt: Anschauen

Lass uns genauer hinschauen. Heute morgen ging es dir vielleicht noch ganz anders. Was ist also passiert, dass du dich jetzt so fühlst? In welcher Situation hat sich etwas verändert? Vielleicht hast du etwas nicht bekommen, was du haben wolltest, vielleicht hat Jemand etwas gesagt, was dich getroffen hat oder du stehst im Stau und kommst nicht voran. Was es auch sein mag, in jeder Situation wirst du einen Gedanken gehabt haben! Welcher Gedanken war es? Denk noch einmal zurück und schau, was es war. Vielleicht dachtest du dir: Warum bekomme ich nie, was ich will? oder Wie kann er nur denken, dass ich schwach bin? oder Na toll, jetzt komme ich zu spät, warum bin ich nicht früher losgefahren? Es hilft auch, sich das Ganze aus einer Beobachterperspektive anzuschauen. So hast du etwas Abstand zu der Situation und steckst nicht wieder sofort im Gefühl fest.

3. Schritt: Hinterfragen

Jetzt kennen wir die Situation und die Gedanken, die damit zusammenhängen. Diese wiederum haben sehr wahrscheinlich das schlechte Gefühl in dir ausgelöst. Jetzt ist es wichtig, sich den Gedanken genauer anzuschauen. Wie fühlt es sich an, wenn du ihn denkst? „Ich bekomme nie, was ich will!“ „Ich bin schwach!“ „Ich war nicht gut genug!“ Meist fühlen wir uns schlecht und klein, irgendwie minderwertig, wenn wir ihn denken. Ist dieser Gedanke wahr? Ist er wirklich wahr? Bekommst du wirklich nie, was du willst? Bist du wirklich schwach? Bist du wirklich nicht genug? Wie fühlt es sich an, wenn du den Gedanken nicht denkst? Wahrscheinlich fühlst du dich freier, selbstbewusster und lebendiger. Schreibe den Gedanken in positive Weise um: „Ich bekomme, was ich will!“ „Ich bin stark!“ „Ich bin gut genug!“ Wie fühlt es sich an, wenn du den neuen Gedanken denkst?

Du weißt nun, wo dein schlechtes Gefühl herkommt. Durch die Situation wurde ein wunder Punkt in dir getroffen. Dahinter liegt ein Gedanke, der dich klein macht, der dich einschränkt und der wehtut. Doch das muss nicht weiterhin so bleiben… und deswegen ist es gut, dass dieser wunde Punkt getroffen wurde.

4. Schritt: Entscheiden und Handeln

Wir wollen nun etwas tun, damit die Situation das nächste Mal anders abläuft und du nicht wieder mit deinem schlechten Gefühl zurück bleibst.

Zunächst musst du dich entscheiden:

Willst du weiterhin so denken und handeln wie bisher und dich dadurch schlecht fühlen ODER möchtest du dich für den neuen Gedanken und Weg entscheiden, der dich womöglich besser fühlen lässt?

Du hast es in der Hand dein schlechtes Gefühl in Entwicklung zu verwandeln!

Wenn du innerlich eine andere Entscheidung als sonst triffst, wird sich auch etwas im Außen verändern.

Durch die vorhergehenden Schritte weißt du nun, woher dein Gefühl kommt, du kennst die Situation und auch, dass sie mit deinen Gedanken zusammenhängen, wie du dich und die Welt siehst. Du kennst nun auch den Gedanken, der dich besser fühlen lässt. Wenn du also erneut in eine solche Situation kommst und deinen neuen Gedanken denkst: Wie handelst du jetzt? Was würde ein selbstsicherer, gestärkter Mensch tun? Er würde sich für das, was er haben möchte einsetzen und vielleicht seine Strategie ändern. Ihm wäre es egal, was andere über ihn denken, weil er weiß, dass zählt, was er über sich denkt. Und er würde zu sich stehen und hätte einen guten Grund, wenn er mal zu spät kommt.

Du weißt nun, was zu tun ist! Bist du es dir wert, dich für dich und deine Träume und Ziele einzusetzen?

Das schlechte Gefühl will dir zeigen, dass dort noch mehr für dich drin ist! Du bist es wert! Und du bist gut genug! Und du bist stark! Entscheide selbst, was wahr ist.

Handel und übernimm Verantwortung! Denk an das Gefühl, welches du hast, wenn du denkst:  „Ich bekomme, was ich will.“ “ Ich bin gut genug!“ und „Ich bin stark!“ Nutze das Selbstbewusstsein und die Stärke und geh raus, um das zu erreichen, wovon du träumst.

Dein Denken bestimmt dein Leben.

Noch ein kleiner Tipp:

Nimm dir am Besten einen Zettel und Stift. Wenn du es schriftlich vor dir hast, kommt die Antwort meist von selbst. Schreib einfach auf, was dir in den Sinn kommt. Bewerten und kritisieren kannst du später…

Soo. Das sind die vier Schritte, mit denen du deine schlechten Gefühle in Entwicklung verwandeln kannst und dir so ein Stück näher kommst.

Was meinst du? Ist das alles nur so ein Gelaber, was nicht wirklich etwas bringt? So Gefühle und sowas sind nicht dein Ding? Und sich hinzusetzen und über Situationen nachzudenken auch nicht? Denken soll mein Leben bestimmen? Paaaah.

Deine Zweifel sind vollkommen berechtigt und früher habe ich ehrlich gesagt ähnlich gedacht. Mit dem Thema hatte ich nie wirklich etwas am Hut. Die Leute, die das taten, waren für mich Spinner. Doch je mehr ich mich dafür öffnete und es mir anschaute, desto aufregender wurde es. Es einfach nur abzuwerten und zu sagen: Nee, das ist Schwachsinn und bringt doch Nichts, das kann jeder! Damit wehren wir Dinge ab, um uns selbst zu schützen, um eben nicht tiefer zu gehen und genauer hinzuschauen. Kann man machen, aber auf Dauer bringt das glaube ich wenig und wir machen uns selbst nur etwas vor. Deswegen: Bild dir deine Meinung aus deinen eigenen Erfahrungen! Geh die vier Schritte durch und schau, was passiert. Danach kannst du dann immer noch sagen: Nee, das ist doof!

 

Danke, dass du bis hier her gelesen hast! Das freut mich!

Alles Liebe,

Nadin

P.S. Wie gefallen dir die vier Schritte? Helfen sie dir? Findest du sie doof? Lass mir gern einen Kommentar dazu da. Ich freue mich, von dir zu hören!