Das Mädchen hinter der Fassade

Hallo,

stell dir vor, du denkst: „Ich bin hässlich. Niemand mag mich.“ 

Wie fühlt sich das an?

Stell dir ein kleines Mädchen vor, welches diese Sätze zu sich sagt.

Wie würde sie sich verhalten? Wie würde sie fühlen?

Womöglich wäre es so, dass dieses kleine Mädchen traurig wäre, den Kopf hängen lassen und sich zurück ziehen würde. Vielleicht weint sie oder ist kraftlos und schwach. Innerlich wäre sie nämlich davon überzeugt, dass Niemand sie mag, weil sie hässlich ist.

Indem sie so denkt, zeigt sie sich sehr wahrscheinlich automatisch klein und eher zurückhaltend. Ihr Umfeld würde wahrscheinlich ebenfalls mit Abstand auf sie reagieren und für das kleine Mädchen wäre das eine Bestätigung dafür, dass Niemand sie mag, denn mit ihr stimmt etwas nicht…

„Mit mir stimmt etwas nicht!“

Stell dir nun vor, was passiert, wenn das Mädchen erwachsen wird und es immer noch diese Gedanken über sich denkt. Höchstwahrscheinlich hat sie wenig Freunde und ein mangelndes Selbstbewusstsein. Auf Andere zu zugehen wird ihr bestimmt schwer fallen, da sie ja glaubt, dass Niemand sie mag. Und wahrscheinlich wird sie auch unbewusst über sich denken, dass sie nicht liebenswürdig ist, da sie das in ihrem Umfeld immer wieder erfährt. Sie wird möglicherweise den Fehler bei sich suchen und sich dementsprechend selbst kritisieren und schlecht machen.

Ihr Verhalten wird ihr in Zukunft wahrscheinlich immer mehr drücken, wenn sie mit Anderen zusammen ist, da sie immer wieder das Gefühl hat, sie ist anders. Sie wird nicht gemocht. Weil sie glaubt, nicht liebenswürdig und genug zu sein, wird sie wahrscheinlich anfangen, sich mit Anderen zu vergleichen, weil sie sieht, dass Andere erfolgreicher und beliebter sind. Sie fängt an, wie die Anderen sein zu wollen, weil sie glaubt: Wenn ich so, wie die Anderen bin, dann bin ich auch Jemand, dann werde ich auch geliebt und akzeptiert und dann mögen mich die Anderen.

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Also fängt sie an, sich anzupassen und das zu machen, was jeder macht. Das funktioniert auch ganz gut, sie ist beliebter und gehört dazu. Sie hat nun Menschen in ihrem Leben, die sie bewundern, ihre Fassade, die Zeit mit ihr verbringen. Das läuft, das funktioniert.

Doch immer, wenn es näher wird, fühlt sie sich unsicher und versucht dieser Situation aus dem Weg zu gehen. Sie hat Angst, wieder nicht gemocht zu werden, wenn sie sich zeigt. Die Angst ist so stark, dass sie schon automatisch ausweicht und Verabredungen mit Unbekannten absagt.

Denn was würde passieren, wenn sie sich nicht mehr hinter dieser Fassade verstecken kann?

Was ist, wenn keiner mehr da ist, an dem sie sich orientieren kann?

Sie würde vielleicht dastehen und ihre alte Angst, nicht gemocht zu werden, würde wieder aufsteigen. Jetzt, wo die Fassade, das Verhalten, was sie sich von Anderen abgeguckt hat, nicht mehr ausreicht, gerät sie an ihre Grenzen.

Wie kann sie eine so nahe Situation meistern?..

… wenn doch das kleine Mädchen immer noch glaubt, nicht gemocht zu werden und liebenswürdig zu sein?

Höchstwahrscheinlich wird sie immer wieder an diese Grenze stoßen, bis sie anfängt dahinter zu schauen. Bis dahin wird sie viele Situationen verpassen, da ihre Fassade sie bewahrt und schützt, um nicht an diesen wunden Punkt zurück gehen zu müssen.

An diesem Punkt wird es echt, hier wird es lebendig. Und genau hier steckt das Potential für so viel mehr.

Ich möchte mit dir einmal dort hinschauen! Ab dem Punkt, an dem dich jemand Anderes klein gemacht hat und du anfingst, das zu glauben, hast du angefangen, an dir selbst vorbei zu leben!

Dieser innere liebevolle, wundervolle, lebendige Teil in dir, dieses wundervolle junge Mädchen, du wurdest schlecht gemacht, auf einmal durftest du nicht mehr sein.

Du hast geglaubt, dass du hässlich bist und du hast geglaubt, dass dich Niemand mögen wird. Und auch, dass du nicht liebenswürdig bist, weil irgendwas mit dir nicht stimmt.

Das tut weh, das ist nicht schön!

Du könntest jetzt die Schuld bei demjenigen suchen, der dir das gesagt hat, aber letztendlich bist du diejenige, die es geglaubt und angenommen hat. Und über die Jahre hinweg warst es auch du, die sich das immer wieder gesagt hat. Zum Glück!

Der Schmerz und die Traurigkeit sind geblieben, da tief drinnen. Das kleine Kind, welches denkt, sie sei hässlich und Niemand würde sie mögen, es ist immer noch da. Aber weil es sich so traurig und schwach schlecht lebt und das Leben so nur schwer weitergehen kann, hast du angefangen, dich zu stärken und dir im Außen etwas zu suchen, was besser ist. Etwas, was funktioniert und den Schmerz überdeckt.

Du hast angefangen, dich an den Anderen zu orientieren und dich zu vergleichen und dann hast du es ihnen nachgemacht, die Fassade funktionierte gut. Die Situation verbesserte sich. Und doch, ist das kleine Mädchen immer noch da, traurig, verletzt. In dir!

Die Fassade ist nicht perfekt. Sie funktioniert nur in bestimmten Situationen unter bestimmten Bedingungen. Jetzt, wo es näher wird, fängt sie an zu bröckeln und ihre Grenzen zu erreichen. Du kannst sie verteidigen und Andere, die näher wollen, abblocken…

Jetzt hast du die Wahl, fliehst du oder bleibst du? Schaust du hin, oder lässt du das kleine Mädchen wieder zurück und baust dir eine neue Fassade auf, indem du guckst, was Andere machen und das auch einfach machst?

Du hast die Wahl!

Irgendwann kommt eine neue Situation und auch da wird wieder eine Grenze erreicht sein. Die Fassade wird wieder bröckeln und das kleine Mädchen wird immer noch verletzt sein, denn mit jeder Entscheidung, so wie die Anderen sein zu wollen, entscheidest du dich automatisch gegen dich selbst, gegen dieses kleine Mädchen.

Was kannst du nun tun?

…innerlich glaubst du wahrscheinlich unbewusst, dass es nicht liebenswürdig ist…

Wer ist eigentlich dieses kleine Mädchen? Und warum sind die Anderen besser als dieses kleine Mädchen? Warum hat es dieses kleine Mädchen nicht verdient, geliebt zu werden?

Ist es weniger wert, weil es nicht, wie Andere ist?

Indem du immer sein willst, wie die Anderen, weil du glaubst, dann liebenswürdig zu sein und gemocht zu werden, verpasst du dein Glück und deine Freude.

Denn, so doof es vielleicht jetzt auch klingen mag: du wirst nie wie jemand Anderes und wie die Leute in deinem Außen sein. Und das ist auch gut so! Du bist 24h am Tag deines gesamtes Lebens mit dir zusammen, verbringst diese Zeit aber damit, nicht du zu sein, sondern immer mehr so, wie jemand Anderes zu werden.

Warum eigentlich?

Wann willst du anfangen, dich selbst kennenzulernen?

Wann wirst du entdecken, wie einzigartig du bist und, dass es dort draußen Niemanden gibt, der so ist, wie du?

Dieses wunderhübsche Mädchen, voller Lebendigkeit und Liebe!

Wann willst du es endlich in den Arm nehmen und sagen: Du, du bist wunderschön! ?

Wann willst du ihr endlich erklären, dass das, was du ihr so lange immer wieder erzählt hast, dass das gar nicht wahr ist! Dass dir das Irgendjemand, irgendwann mal gesagt hat und du noch so klein warst und vertraut hast und es einfach geglaubt hast?! Dass das damals für dich das Beste war, weil du vielleicht sonst haue bekommen hättest, weil du so wundervoll bist und derjenige, der dir das gesagt hat, nicht wollte, dass du deine Schönheit und Einzigartigkeit in die Welt strahlst, vielleicht aus Neid?!

Was auch immer du da über dich geglaubt hast, warum auch immer du dich klein gemacht hast mit deinen Gedanken, JETZT ist der Zeitpunkt, für dich da zu sein. Du bist heute nicht mehr dieses kleine verletzte Mädchen, welches abhängig von ihrem Umfeld war.

Heute bist du, du.

Vielleicht hast du noch ein paar Fassaden in dir, ein paar Verhalten, wo du merkst, das Mädchen will raus, es ist mehr als das, was ich gerade zeige.

Du hast immer die Wahl! Jeden Tag, jeden Moment!

Hör auf, deine Fassaden zu verurteilen! Du kannst weiterhin dich darüber ärgern, dass sie da sind, und dich klein, schwach und machtlos fühlen. Das ist ok, und manchmal tut das gut, aber dann frag dich: Wie fühlt sich das an? Will ich weiterhin so denken?

Was bringt es mir, mich mit meinen Verhaltensweisen und Fassaden so zu bemitleiden?

Das Leben ist eine Reise und unser Inneres der Kompass.

Wann willst du hinter diese Fassade schauen und dich befreien?

Was hält dich noch zurück? Wo spürst du ein „Aber…“, ein Drücken?

Ich kenne diesen Weg und ich weiß, wie beängstigend das sein kann, dahinter zu schauen. Und vielleicht spürst du auch, dass da mehr ist, aber du weißt nicht, wie du das machen sollst und wo du anfangen kannst. Wenn du willst, melde dich gern bei mir! Ich kann dir gut zuhören und dich auf deinem Weg unterstützen.

Alles Liebe für dich,
Nadin

Avery

Hier gebe ich dir Raum und begleite dich dabei, dir näher zu kommen und deine Herausforderungen mit dir gemeinsam zu überwinden.

Dabei höre ich dir aufmerksam zu und stelle dir immer wieder Fragen, um Klarheit in deine derzeitige Situation zu bringen. Es geht dabei nicht darum, dass ich dir irgendeine Lösung nenne und fertig ist, sondern es geht um dich. Ich kann meine Erfahrungen mit dir teilen, aber das heißt nicht, dass dein Weg genauso wie meiner aussieht. Es liegt mir am Herzen, dass ich dich dabei unterstütze, deinen Weg zu finden, sodass du allein laufen kannst. Gemeinsam finden wir heraus, was dich ausmacht und wer du wirklich bist.

Ich begleite dich auf eine sanfte Weise und wir gehen in deinem Tempo.

Deswegen biete ich dir auch an, dich zunächst per Mail oder Chat mit mir auszutauschen. Wir können auch gern Telefonieren oder Whatsapp-Sprachnachrichten senden. Im Idealfall Skypen wir miteinander oder Treffen uns. Ganz wie du magst und wie es sich für dich stimmig anfühlt.

Hast du das Gefühl, ja, das würde ich gern ausprobieren?

Dann schreib mir einfach eine Mail an: nadin.weisze@web.de

Ich freue mich, von dir zu hören. Alles Liebe, Nadin

Über das Schreiben und die Angst, sich selbst zu begegnen

Hallo,

„eine Schreibübung: Nimm dir 20 Minuten Zeit, setz dich mit Papier und Stift oder einem leeren Dokument auf deinem Pc hin und notiere dir folgendes Thema: „Was würdest du heute wirklich tun, wenn du morgen nicht mehr lebst?“. Stell dir einen Wecker oder schau auf die Uhr und fang an zu schreiben.“

So oder so ähnlich beginnen mehrere Schreibübungen, die helfen, die Gedanken in Fluss zu bringen.

Hast dus mal ausprobiert?

Ich schon und ich finde es unglaublich erstaunlich, was sich da so bewegt. Am Anfang sagt der Kopf und der Verstand: „Nein, ich kann nicht schreiben, ich weiß gar nicht, was ich schreiben soll und außerdem kann ich mich nicht ausdrücken. Schreiben ist einfach nicht meins.“ Ja, kann ich voll verstehen. Doch ich weiß nun, dass das Schreiben viel bewegen kann und ich glaube, dass wir immer, wenn wir glauben, nicht schreiben zu können, wir uns selbst einen Stein in den Weg legen.

Ist es wirklich wahr, dass wir nicht schreiben können?

Jeder kann schreiben! Ohne Scheiß jetzt! Wenn ich denke, ich kann das nicht, dann kann ich es auch nicht. Wenn ich aber über diesen Punkt drüber gehe merke ich: Sobald ich beim Schreiben stocke, habe ich einen Gedanken gedacht, der das, was gerade raus wollte, abwertete. Zum Beispiel dachte ich dann: Nee, so kannst du das nicht sagen. Oder: Wen interessiert das eigentlich. Oder: Das ist so unwichtig. Oder: Ich kann eh nicht schreiben. Klar, wenn ich solche Gedanken denke, dann ist das, wie eine Tür, die sich schließt und gegen die ich dann renne. Dann fließt Nichts mehr.

Aber stell dir vor, du könntest diesen Punkt überwinden.

Stell dir vor, du würdest diesen Gedanken nicht die Kraft geben, dass sie dich blockieren. Was dann passiert, liebe ich! Auf einmal fängt es an zu fließen, auf einmal kommt Lebendigkeit ins Spiel und auf einmal darf alles sein. Die Gedanken, die mich ins Stocken bringen, gehören einfach dazu, die dürfen auch sein. Ich schreibe sie einfach auf und dann noch viel weiter. Manchmal ändert sich dann auch noch einmal die Richtung. Es stellt sich heraus, dass das Vorherige, nicht das war, was gerade wirklich raus wollte. Und bei den blockierenden Gedanken merkte ich teilweise: Es sind nicht meine Gedanken, sondern welche, die ich irgendwann mal gehört habe, die sich eingebrannt haben und die mich klein machen wollten.

Unwahrheiten. Und da kann ich reingehen.

Hallo, ihr negativen Gedanken. Ich weiß, ihr wollt mich hindern, einfach ich zu sein. Das ist auch ok, denn damals war es gut, dass ihr da wart, denn dann gab es keinen Ärger und es war für unser Umfeld weniger anstrengend. Denn ein lebendiges, plapperndes Kind, welches nicht tut und schreibt, was es schreiben soll, das ist anstrengend, das passt da nicht rein. Also schön leise sein und machen, was gesagt wird. Ok… und heute?

Heute darf ich sein, heute kann ich sein, heute muss ich Niemandem mehr gehorchen oder gefallen.

Ich brauche nicht mehr angepasst sein und deswegen kann ich einfach fließen und das heraus lassen, was heraus will. Ich kann mich selbst komplett wahrnehmen, mir allen meinen Ecken und Kanten. Und meine Gedanken kann ich aufschreiben. Ich kann schreiben und meine Gedanken sind ok, meine Gedanken dürfen fließen. Ich weiß vorher auch nicht immer, was sie heute sagen wollen und doch tun sie es einfach.

Wenn ich glaube, vorher wissen zu müssen, was passiert, dann schränke ich mich selbst ein.

Ich wollte das eine lange Zeit, weil ich Angst vor der Zukunft und vor dem Neuen hatte, Ich erwarte dann, dass ich ein Übermensch bin, ein Hellseher, der in die Zukunft schauen kann, aber hey, das bin ich nicht und ich glaube, dass Niemand zu 100% sagen kann, was morgen passieren wird. Aber warum will ich das? Wenn ich weiß, was passieren wird, dann kann ich mich vorher mit meinem Verstand darauf einstellen. Ich kann mir vorher alles überlegen, was genau passieren wird, wie ich mich verhalten werde usw. Und warum? Es gab mir Sicherheit, weil ich ja eben Angst vor dem Neuen hatte. Ja, das ist so ein Verhalten. Total verständlich, wenn ich es heute betrachte. Ich konnte eben nicht mit unerwarteten Situationen umgehen: Was sollte ich dann tun? Wie sollte ich mich verhalten? Was, wenn etwas schief geht?… aber das ist auch wieder ein anderes Thema. Vielleicht mache ich dazu noch einmal einen separaten Eintrag…

Zurück zum Schreibfluss. Meine Gedanken dürfen fließen und einfach sein und ich brauche vorher nicht schon zu wissen, was ich schreibe. Ich kann ihnen einen Rahmen vorgeben, aber dann schaue ich, was aus mir heraus kommt.

Mir hat das Schreiben einfach unglaublich weitergeholfen und ich würde es Jedem empfehlen, es einfach mal auszuprobieren. Sich wirklich einfach mal hinzusetzen, und seine Gedanken fließen zu lassen. Beim Schreiben sind die Gedanken nach meinem Empfinden auch langsamer und klarer.

Und das Beste: Das Gefühl danach. Diese Ruhe. Dieses Sein. Diese Klarheit. Diese Erleichterung. Diese Verbundenheit.

Für mich ist das Schreiben ein Weg, mir näher zu kommen und mich mit mir auseinanderzusetzen. Am Anfang war es gruselig, sich mit mir selbst zu konfrontieren und ich glaube, dass das auch irgendwie vom Verstand her gesteuert ist. Der versucht ja auch immer, uns irgendwie abzulenken, um eben nicht genauer hinzuschauen. Aber eigentlich ist das total doof.

Denn, wenn wir nicht wissen, wer wir sind und was wirklich in uns vorgeht, wie wollen wir dann unser Leben leben und glücklich sein? Woher wissen wir dann, was uns wirklich wirklich wichtig ist und was uns wirklich wirklich glücklich macht?

Ich wusste es früher nicht und ich nahm mir auch nie die Zeit, mich damit zu beschäftigen. Keine Zeit für mich.

Doch was wäre, wenn wir morgen wirklich sterben würden?!

Heute nehme ich mir regelmäßig Zeit, um in mich hineinzuhören, was da los ist. Ich schaue, was mir wichtig ist und was mich bewegt, was mich beschäftigt. Diese Zeit gönne ich mir und ich merke, je mehr ich bei mir selbst bin, desto klarer sind meine Gedanken und desto genauer kann ich bestimmen, in welche Richtung ich heute gehe. Und auch, wo es sich wirklich lohnt Energie reinzustecken und wo ich vielleicht lieber nochmal genauer hinschaue.

Welchen Weg wählst du, dir selbst zu begegnen? Hast du das Schreiben mal probiert? Einige andere Wege sind ja auch zum Beispiel das Videos drehen, das pure Nachdenken, Spazierengehen, Meditieren oder Yogan. Fällt dir noch etwas ein?

Alles Liebe,
Nadin

Wo für mich das wirkliche Leben anfängt

Hallo,

am 02.06.2012 schrieb ich in mein Notizbuch Folgendes:

“Eine Veränderung passiert nicht von heute auf morgen. Das Leben ist ein Prozess und alles bewegt und verändert sich. Niemals geschieht eine Sache genauso, wie sie schon einmal geschehen ist. Und niemals wird etwas genauso sich ereignen, wie man es erwartet und es sich erhofft und vorstellt.

Das Leben passiert. Allerdings ist man dem nicht hilflos ausgesetzt. Jeder von uns kann aktiv selbstbestimmen, welchen Weg er einschlägt und was ihn voranbringt. Das Mensch strebt nach Selbstverwirklichung und Harmonie. Dinge, die schaden geht er aus dem Weg und vermeidet sie.

Wichtig ist es, sein Handeln und Verhalten zu hinterfragen und sich den Problemen zu stellen, um ein erfüllendes, wohltuendes Dasein zu genießen. Das Leben muss nicht grau und schwerfällig sein.

Wenn es das ist, dann ist man es sich selbst nicht wert, sich für etwas Besseres ins Handeln zu begeben und seine Träume und Ziele zu verwirklichen.”

Beeindruckend. Ich schrieb diese Zeilen damals in der Klinik nachdem ich realisiert hatte, dass ich bin, dass ich lebe und, dass ich es mir wert bin.

Es klingt selbstverständlich, wie ich das so schreibe. So, als wäre Nichts dabei und als wäre das so etwas, ja eben Selbstverständliches, was Jeder weiß und was Jeder in sich mit sich so herum trägt.

Doch ich glaube, dass es nicht so ist; dass der Verstand andere Geschichten erzählt.

Mein Verstand wünscht sich manchmal, dass eine Veränderung von heute auf morgen passiert. Und gleichzeitig wollte er auch immer, dass sich am besten Nichts verändert, sodass das sichere Konstrukt bestehen bleibt.

Und auch ist es so, dass ich am Liebsten in die Zukunft schauen wollte, um zu wissen, was als Nächstes passiert, weil das Gefühl, es nicht zu wissen mir Angst bereitete.

Die Gewohnheit war ein ständiger Begleiter.

In gewisser Weise tut sie auch gut. Denn, wenn ich gewohnt handel, dann braucht mein Gehirn weniger Energie, da mein Verhalten den Nervenbahnen folgt, die schon sehr ausgeprägt sind. Je dicker diese sind, desto schneller kann ich reagieren und handeln. Reiz zack Reaktion. Da brauch ich nicht viel nachdenken und hinterfragen erst recht nicht. Reiz zack Reaktion.

Und doch bin ich in den meisten Fällen kein großer Fan davon, weil so auch Vieles an mir vorbeigeht.

Ich liebe mittlerweile den Gedanken: Jeden Tag in jedem Moment, also auch genau jetzt, passiert etwas, was noch nie zuvor passiert ist. Jeder Moment ist einzigartig und in jedem Moment treffen Gegebenheiten aufeinander, die sich so noch nie ergeben haben. Selbst wenn ich jeden Tag den gleichen Weg laufe, so ist dies jeden Tag ein neuer Weg, denn niemals wird der gleiche Vogel zur gleichen Zeit auf dem gleichen Ast in dem gleichen Windzug, wie gestern zwitschern.

Ja, das sagt man so, hätte ich früher voller Überzeugung gesagt.

Heute weiß ich aus meiner Erfahrung, dass es wirklich so ist und etwas verändern kann, wenn man sich darauf einlässt.

Wenn ich in der Gewohnheit versunken bin, dann mache ich das, was ich immer mache, ohne dabei noch bewusst wahrzunehmen, was ich dort gerade WIRKLICH mache. Ich glaube dann immer den selben Weg zu gehen, aber sehe gar nicht, dass das gar nicht wahr ist.

Was halte ich denn noch alles so für wahr, obwohl es das nicht ist?

Wenn ich aufwache und bewusst wahrnehme, was eigentlich ist, dann kann ich aus dieser Gewohnheit ausbrechen. Dann kann jeder Moment zu dem werden, was er wirklich ist, etwas Einzigartiges, etwas Wundervolles. Ja, WUNDER voll. Denn in jedem Moment passiert etwas, womit ich nicht gerechnet habe. Wenn ich loslasse und einfach schaue, was da ist, dann kann ich Dinge entdecken, an die ich niemals zuvor gedacht hätte.

Wenn ich loslasse, dann komme ich aus dem Kopf direkt in den Moment.

Dann lasse ich Gedanken los und bin einfach nur da. Im jetzigen Moment passieren auch keine Sorgen. Sorgen sind Gedanken, die uns verschleiern, die uns verblenden. Sie nehmen den Moment ein und lassen mich nicht frei spüren, was eigentlich gerade los ist.

Wenn ich also das Leben mehr leben und genießen will, wenn ich mich selbst erfüllen will, dann muss ich raus aus meinem Kopf kommen und direkt rein ins Leben.

Dann brauche ich nicht für alles einen Plan, dann darf ich auch mal einfach nur da sein und schauen, was in diesem Moment los ist.

Und dann kann ich auch die Angst und das Unwohlsein, welches dann aufkommen mag, weil dann vielleicht Sorgen aufsteigen, wie: Du musst doch noch das und das und das machen! Und: Nee, das ist ja total langweilig, was soll ich da schon sehen. Was bringt mir das?! Das ist doch sinnlos und schwachsinnig! Da passiert doch Nichts! Ja, dann kann ich diese Gedanken einfach Kopfsache lassen und trotzdem herausgehen, aus der Gewohnheit und für einen Moment einfach mal loslassen und sein.

Sobald ich aus der Gewohnheit ausbrechen will, meldet sich auch mein Verstand.

Er passt darauf auf, dass alles in seinen gewohnten Regeln abläuft. Er ist es auch, der mir dann die Sorgen, Ängste und Zweifel aufwirft, indem er versucht, das, was er nicht fassen kann, vorauszusagen. Und das fällt natürlich negativ aus, weil er nicht will, dass sich etwas verändert, weil er sich ja auf das, was er schon kennt, eingestellt hat. Dafür hat er ja seine Regeln und Gedankenbahnen in meinem Gehirn erschaffen, da muss jetzt auch nichts Neues so unbedingt rein. Läuft ja. Ja, lieber Verstand.

Und doch beginnt wirkliches Leben da, wo ich aus der Komfortzone, aus der Gewohnheit ausbreche.

Hier ist der Raum, an dem Entwicklung stattfinden kann. Hier kann ich herausfinden, wer ich wirklich bin und was ich wirklich, wirklich will. Hier kann ich meinen Verstand dankbar für das, was er bisher für mich getan und geregelt hat, abschalten und einen Moment lang einfach sein und schauen, was da wirklich ist. Hier sind meine Gedanken eben nur Gedanken und ich entscheide, ob ich ihnen Glauben schenke will oder eben nicht.

Hier ist auch der Moment und Ort, an dem ich mich neu entscheiden kann, an dem ich das Alte sein lassen kann.

Und hier kann ich lachen, weil ich lebendig und frei bin.

Und am Wichtigsten, hier ist auch der Moment, in dem ich anfangen kann, mich zu lieben und zu schätzen, wie ich bin. Mit allen meinen Ecken und Kanten, meinen Verhaltensweisen, die ich dort in meinem Kopf irgendwann einmal gelernt habe und mit allem, was ich sonst noch so mitbringe. Hier kann ich einfach sehen, wer ich wirklich bin und, was mir wirklich am Herzen liegt.

Hier bin ich einfach nur, und zwar mehr als das, was ich glaube zu sein.

Wer bist du, wenn du deine Komfortzone verlässt und aus der Gewohnheit für einen Moment ausbrichst?

Ich freue mich, wenn du es mit mir teilst.

Alles Liebe,
Nadin

Be-wusst-sein: ein hilfreiches Tool

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Hallo.

Alltag. Autopilot. Machen. Ausführen. Läuft. Glücklich? Nö. Läuft halt. … Dazu kommt mir persönlich das Thema Bewusstsein in den Sinn. Und deswegen will ich meine Gedanken dazu hier mit dir teilen. Gleichzeitig hat es auch eine Menge mit meiner Seite und mir hier zu tun. Denn heute kommt es mir so vor, als wäre ich früher wirklich so autopilotisch (auch, wenn es das Wort nicht gibt, aber das trifft es gut) durchs Leben gewatschelt. Also gehts heute mal etwas philosophischer zu.

Sich über etwas bewusst sein, be-wusst und sein.

Da steckt einerseits das Wort Sein drinne. Sein an sich ist der Zustand, in dem wir uns gerade befinden. Wir sind einfach nur bzw. ist alles einfach. Wenn wir Nichts tun, dann sind wir auch und an sich ist das Leben einfach. Andererseits steckt in Be-wusst-sein noch das Wort be-wusst drin. Das macht es interessant, einfach nur zu sein, ohne sich dabei be-wusst zu sein, ist einfach nur sein. Demzufolge geht daraus auch nicht viel hervor, außer das Sein und das, was gerade ist. Was an sich zwar auch eine Menge ist, aber nicht in diesem Sinne, in dem ich es hier meine und worauf ich hinaus möchte.

Uiuiui, etwas verwirrend, aber spannend einmal so darüber zu schreiben. Ich mach mal weiter mit dem Be-wusst-sein. Bringen wir das Bewusste mit ins Spiel, bekommt das Ganze mehr Tiefe und einen Mehrwert, wie ich finde.

Denn das Be-wusste lässt uns das Sein, welches einfach nur ist, in gewisser Weise erfassen und registrieren.

Wenn wir in den Zustand des Seins kommen, wir uns zum Beispiel einfach nur hinsetzen und Nichts machen, dann passiert nicht viel auf den ersten Blick. Wir sitzen einfach nur da.. vielleicht schaltet sich der Verstand ein und sagt, ey, wie langweilig ist das denn… wie sinnlos. Jetzt sitz ich einfach nur da, das ist ätzend, das ist blöd, hier passiert nichts. Und es ist nicht üblich, dass unser Verstand uns anleitet, das zu unterbinden und die Situation zu verlassen. Verständlich, lieber Verstand.

Doch was ist das Be-wusst-sein?

Bringen wir in diesen Zustand des Seins das Be-wusste, so wird die Situation des einfach Nur-Dasitzens eine andere. Das Be-wusste bringt Aufmerksamkeit und Offenheit mit sich. Der Verstand wertet und will die Situation unter Kontrolle bringen und sie schnellstmöglich beenden, wenn es langweilig wird. Wir reagieren und fertig ists. Doch das Be-wusst-sein geht andere Wege, es wägt ab, es öffnet und lässt Freiraum; Freiraum für Neues, für neue Wege und Möglichkeiten.

Wenn wir be-wusst sitzen, sind wir bewusst. Wir sitzen mit Bewusstsein. In dieser Situation öffnen wir uns und nehmen wahr, was ist. Wir nehmen es be-wusst wahr und lassen das, was ist auf uns wirken. Wir lassen es erst einmal sein, aber mit be-wusstem Auge darauf.

Wir realisieren, dass das Sitzen mehr ist als der Verstand greifen kann.

Wir können wahrnehmen, dass die Gedanken des Verstandes nur Gedanken sind und, dass wir eine Wahl haben, ob wir darauf reagieren oder nicht. Das Be-wusst-sein schafft also Raum und Freiheit. Wir können realisieren, dass unsere Gedanken nur sind, wir aber nicht zwangsweise unsere Gedanken sind. Und, dass wir durch Be-wusst-sein einen Einfluss darauf haben.

Und was ist das Gegenstück?

Das Gegenstück zu Be-wusst ist Un-be-wusst. Wenn wir uns im Un-be-wussten Zustand befinden, dann realisieren wir nicht, dass wir sind, sondern wir sind einfach nur. Es passiert und wir reagieren. Ping – Pong. Ping – Pong. So, wie wir es immer schon getan haben. Das ist gut, denn so müssen wir auch weniger Energie aufwenden, um zu sein. Läuft.

Der Be-wusste Zustand hingegen erfordert mehr Energie, denn wir wachen auf und realisieren, was dort wirklich passiert. Indem wir das tun, haben wir einen Einfluss.

Wir haben die Macht darüber, was wir denken wollen und wie wir handeln wollen.

Be-wusst sind wie nicht länger Opfer unserer Gedanken und Handlungsweisen, sondern wir entscheiden be-wusst, was wir wollen und gut finden, und was nicht.

Was bedeutet dieses Be-wusst-sein nun für unseren Alltag?

Indem wir Be-wusst-sein in unser Leben bringen, können wir dieses auch aktiver gestalten und es unseren Bedürfnissen entsprechend anpassen. Wir sind nicht länger einfach nur, sondern wir übernehmen Verantwortung für uns selbst.

Gehen wir be-wusst mit uns selbst um, so können wir auch mehr Wohlbefinden in unser Leben bringen. Wir können nämlich be-wusst wahrnehmen, ob uns etwas schadet oder nicht.

Im Zustand des Be-wusst-seins stehen wir quasi ein wenig über uns und nehmen mehr eine beobachtende Rolle ein. Wir können uns selbst mit etwas Abstand betrachten. Das bietet uns auch Raum, um uns und unser Leben zu reflektieren, was uns wiederum mehr Raum und Möglichkeiten bietet.

Sind wir uns be-wusst darüber, was gerade ist, so fühlen wir uns auch selbst-be-wusster. Egal, was gerade ist, der Zustand des Be-wusst-seins kann zu einer Art Klarheit führen für das, was gerade ist.

Für unseren Alltag bedeutet es also, dass es sich durchaus lohnt, das Be-wusst-sein zu integrieren, sodass wir be-wusster und reflektierter durch unser Leben gehen können. Es bewahrt uns auch davor, nicht länger wie ein Spielball, der gegen die Wand hüpft, einfach nur zu reagieren, sondern viel mehr das Ganze zu durchdringen.

Das Be-wusst-sein ist also ein Tool, welches uns hilft mehr von dem, was uns gut tut in unser Leben zu bringen!

Ich hoffe, du konntest meinem Gedankenfluss folgen und meine Worte haben dich vielleicht ein wenig zum Nachdenken angeregt. Das, was ich hier schreibe ist allerdings auch nur meine Sicht der Dinge und stellen keine Verallgemeinerungen dar. Wenn ich schreibe, dann fließen diese Gedanken so aus mir heraus. Und diese teile ich hier mit dir. Deswegen auch immer hier die Anregung:

Wie siehst du das? Was genau bedeutet für dich Bewusstsein?

Lass mit gern einen Kommentar dazu da. Ich freue mich, von dir zu lesen!

Alles Liebe,
Nadin

Warum es egal ist, was Andere über dich denken – 4 wesentliche Fragen

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Hallo,

eigentlich wissen wir es! Es ist egal, was Andere über uns denken und dennoch halten wir uns zurück und trauen uns nicht, das mitzuteilen, was uns wirklich bewegt. Wir haben Angst und sind unsicher. Diese lässt uns an dem Punkt stehen, an dem wir jetzt sind, ohne ins Handeln zu kommen. Kommt dir das bekannt vor? Und eigentlich würdest du viel lieber etwas verändern?

Falls ja, dann kommt dieser Artikel hier genau richtig für dich! Denn in diesem Post möchte ich dir vier wesentliche Fragen stellen, die dir dabei helfen können, die Meinung der Anderen aus einem neuen Blickwinkel zu betrachten, um dich so frei davon zu machen.

Also gut, steigen wir gleich mal voll ein: Stell dir vor, du bringst raus, was du mit der Welt teilen willst. Zum Beispiel trägst du heute das knallrote Kleid, du brichst dein Studium ab oder du postest deinen ersten Blogartikel. Menschen werden dich/ ihn anschauen und sich ihren Teil dazu denken. Einige werden es gut finden, Andere nicht. Das ist Fakt. Das positive Feedback nehmen wir gern an, doch die negativen Gedanken und das Bild, welches der Andere dann vielleicht von uns hat, lässt uns zweifeln, ob wir es wirklich tun sollten.

Indem wir nicht handeln, schränken wir uns selbst ein und machen uns abhängig von dem, was Andere vielleicht sagen oder denken könnten. Wir machen uns selbst klein und stehen nicht zu dem, wer wir sind und was wir tun. Wir können das schon ab, ist ja eh nicht so wichtig, was wir zu sagen haben… Das wirkt sich ebenfalls auf unseren Selbstwert aus. Und gleichzeitig verpassen wir die Chancen, die sich ergeben, wenn wir nur handeln würden. Wir werden nie erfahren, was wäre wenn…

Es liegt also auf der Hand, dass das Verhalten, sich von der Meinung Anderer abhängig zu machen, nicht förderlich für uns ist, eher im Gegenteil: es hält uns weiterhin klein und vernachlässigt uns und unsere Bedürfnisse. Das tut weh und auf Dauer kann sich da eine Menge anstauen.

Lass uns das also mal anpacken, um uns davon zu befreien!

Punkt 1: Wer verbrachte bis heute 24h am Tag mit dir?

Es ist vollkommen egal, was Andere von dir denken! Es kann passieren, dass sie etwas gegen das haben, was du da zeigst. Doch auf welcher Basis urteilen sie über dich? Sie kennen immer nur einen Teil von dir, einen klitzekleinen Ausschnitt aus deinem Gesamtpaket DU. Sie wissen so wenig über dich, und dann bilden sie sich ein Urteil über das, was du dort von dir preisgibst?! Und du hörst auch noch darauf?! DU bist der Mensch, der seit deiner Geburt 24h am Tag mit dir zusammen ist; durch alle Erfahrungen mit dir durchging… Im Vergleich dazu ist dieser kleine Ausschnitt, den sie von dir sehen, gar nichts. Ihr Urteil beruht also auf keiner wirklichen Grundlage, sodass du es NICHT persönlich nehmen KANNST. Nur weil sie etwas nicht an dir mögen, brauchst du dich nicht anzweifeln!

Punkt 2: Warum reden sie so über dich?

Du zeigst etwas von dir, was du bist und dich bewegt. Die Meinungen der Menschen darauf sind sehr unterschiedlich, denn jeder sieht seine Welt aus einer anderen Perspektive. Jeder von uns hat in seinem Leben seine eigenen Erfahrungen gemacht, weswegen jeder heute genau so ist, wie er ist und an dem Punkt steht, an dem er steht. Der Eine zum Beispiel hat eine gute Erfahrung mit dem Reisen gemacht, der Andere würde nie wieder in ein fremdes Land reisen. Und du selbst liebst aber dieses Land, weil es dich persönlich sehr bereichert hat. Was auch immer du tust: Es wird Menschen geben, die es mögen, was du machst, und welche, die es nicht tun. Egal was der Fall ist, du kannst es nicht beeinflussen. Du kannst ihre Reaktion nicht ändern, denn sie selbst reagieren aufgrund ihrer Erfahrungen und Ansichten. Du bestimmst, allerdings wie viel Macht du ihnen gibst. Wie viel Macht willst du ihren Aussagen geben? Für Viele ist es leichter, sich über andere Menschen auszutauschen, anstatt selbst die Verantwortung für ihr Leben zu übernehmen. Nimms also nicht persönlich.

Punkt 3: Und wenn es wehtun wird, was sie sagen?

Wenn du dich mit dem, was du bist sichtbar machst, machst du dich auch verletzlich. Du zeigst dich, so wie du gerade bist, oder wie du denkst und fühlst. Das ist zunächst beängstigend, aber so, wie du bist, bist du gerade nun mal! Nicht perfekt, hast deine Ecken und Kanten, aber das ist vollkommen okay, das ist gut, denn das bist du! Steh zu dir! Du bist wundervoll! Wenn du es nicht macht, wer bitte dann?!
Wenn dic
h eine Aussage trifft, dann kann das weh tun. Ja! Doch gleichzeitig ist es eine unglaublich große Chance. Denn wie ich bereits hier geschrieben habe, lassen uns unangenehme Gefühle wachsen. Sieh es also als Möglichkeit, mehr über dich zu erfahren. Du kannst immer überprüfen, was sich für dich richtig und gut anfühlt, und was nicht. Vielleicht wirst du durch sie auf wunde Punkte, die dir schon lange nicht mehr helfen, aufmerksam gemacht. Dafür kannst du dankbar sein.

Und nun noch der vielleicht wichtigste Punkt.

Punkt 4: Bist du es dir selbst wert?

Hören wir auf das, was Andere sagen, dann schränken wir uns selbst ein. Damit geben wir dem Anderen eine Menge Macht über uns. Hast du dir jemals die Frage gestellt, warum die Meinung des Anderen dich eigentlich so interessiert? Du bist es dir selbst nicht wert genug, zu dir zu stehen! Du brauchst die Bestätigung und Anerkennung der Anderen. Im Idealfall fällt ihr Urteil über dich gut aus, dann fühlst du dich auch gut. Fällt es hingegen schlecht aus, fühlst du dich schlecht. Aber was ist dabei mir dir? Was fühlt sich denn für dich richtig an? Wie ist es, wenn du dich selbst unterstützt und endlich sagst, was du zu sagen hast und zeigst, wer du bist? Wenn du dich selbst wertschätzt, machst du dich frei von den Meinungen Anderer. Denn du bringst dich und deine Message einfach nach draußen, weil es DIR wichtig ist, dass das in die Welt kommt und du sein kannst, wie du bist. Du bist dir bewusst darüber, dass es Menschen gibt, die anders denken, aber das berührt dich nicht länger, weil du dein Ding machst und weißt, dass sich manchmal eben auch Meinungen unterscheiden, abhängig davon, wo der Jeweilige im Leben steht.

Versteck dich also nicht länger und hau raus, was du willst! Übernimm Verantwortung für dich und dein Leben und fang an dich zu unterstützen, dich selbst wertzuschätzen, indem du zu dir stehst!

Es wird immer Menschen geben, die es scheiße finden, was du machst. Aber einfach nur urteilen und meckern kann jeder. Lass sie reden und geh deinen Weg! Es wird genauso gut auch immer Menschen geben, die hinter dir stehen und dich auf deinem Weg unterstützen.

Verpasse nicht die Chance, deine Großartigkeit mit der Welt zu teilen!

Alles Liebe,

Nadin

P.S. Lebst du schon, oder zweifelst du noch? Was hält dich noch zurück, es zu tun? Was willst du eigentlich schon lange herausbringen und von dir zeigen, traust dich aber noch nicht? Lass mir gern einen Kommentar da. Ich freue mich, von dir zu hören.

Wie du schlechte Gefühle in Entwicklung verwandelst – 4 Schritte

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Hallo,

im letzten Beitrag habe ich dir gezeigt, warum deine schlechten Gefühle es nur gut mit dir meinen und wie wertvoll sie eigentlich sind. Dieser Zusammenhang ist ein Anfang, denn du wertest sie nicht mehr nur ab, sondern öffnest dich ihnen gegenüber.

Doch wie geht es nun weiter? Du fragst dich jetzt bestimmt, WIE du deine schlechten Gefühle verwandeln kannst und welche Entwicklung aus ihnen hervorgehen soll.

Um das heraus zu finden, gibt es ein paar einfache Schritte, die ich dir nun vorstellen möchte.

Vier Schritte, die deine Gefühle in Entwicklung verwandeln lassen.

In diesem Moment fällt mir noch ein Gedanke aus meinem früheren Physikunterricht ein. Das Stichwort lautet Potential. Etwas hat Potential bedeutet: Es ist Energie vorhanden, um Arbeit zu verrichten. Vielleicht nicht schön formuliert, aber das bringt das Ganze auf den Punkt. Unsere schlechten Gefühle haben Potential. Sie sind Energie und lassen sich in Entwicklung verwandeln. Wir können an ihnen wachsen und neue Sichtweisen über uns und unser Leben gewinnen.

So, wie machen wir das nun?

Die vier Schritte sehen wie folgt aus:

  1. Schritt: Annehmen
  2. Schritt: Anschauen
  3. Schritt: Hinterfragen
  4. Schritt: Entscheiden und Handeln

Lass uns da einmal näher drauf eingehen.

1. Schritt: Annehmen

Dein schlechtes Gefühl kommt nicht von irgendwo her. Du fühlst dich so, weil ein Umstand in deinem Leben gerade unschön ist. Was es auch sein mag. Das Leben ist gerade so. Ja, es ist unschön, ja, du willst es gern anders haben, aber es ist eben gerade so. Reg dich vielleicht kurz auf, aber es ist eben gerade so. So, wie du jetzt bist und wo du jetzt bist, so ist es nun mal gerade. Das ist Fakt. Nimm es an. Wie fühlt es sich an? Wo merkst du es?

2. Schritt: Anschauen

Lass uns genauer hinschauen. Heute morgen ging es dir vielleicht noch ganz anders. Was ist also passiert, dass du dich jetzt so fühlst? In welcher Situation hat sich etwas verändert? Vielleicht hast du etwas nicht bekommen, was du haben wolltest, vielleicht hat Jemand etwas gesagt, was dich getroffen hat oder du stehst im Stau und kommst nicht voran. Was es auch sein mag, in jeder Situation wirst du einen Gedanken gehabt haben! Welcher Gedanken war es? Denk noch einmal zurück und schau, was es war. Vielleicht dachtest du dir: Warum bekomme ich nie, was ich will? oder Wie kann er nur denken, dass ich schwach bin? oder Na toll, jetzt komme ich zu spät, warum bin ich nicht früher losgefahren? Es hilft auch, sich das Ganze aus einer Beobachterperspektive anzuschauen. So hast du etwas Abstand zu der Situation und steckst nicht wieder sofort im Gefühl fest.

3. Schritt: Hinterfragen

Jetzt kennen wir die Situation und die Gedanken, die damit zusammenhängen. Diese wiederum haben sehr wahrscheinlich das schlechte Gefühl in dir ausgelöst. Jetzt ist es wichtig, sich den Gedanken genauer anzuschauen. Wie fühlt es sich an, wenn du ihn denkst? „Ich bekomme nie, was ich will!“ „Ich bin schwach!“ „Ich war nicht gut genug!“ Meist fühlen wir uns schlecht und klein, irgendwie minderwertig, wenn wir ihn denken. Ist dieser Gedanke wahr? Ist er wirklich wahr? Bekommst du wirklich nie, was du willst? Bist du wirklich schwach? Bist du wirklich nicht genug? Wie fühlt es sich an, wenn du den Gedanken nicht denkst? Wahrscheinlich fühlst du dich freier, selbstbewusster und lebendiger. Schreibe den Gedanken in positive Weise um: „Ich bekomme, was ich will!“ „Ich bin stark!“ „Ich bin gut genug!“ Wie fühlt es sich an, wenn du den neuen Gedanken denkst?

Du weißt nun, wo dein schlechtes Gefühl herkommt. Durch die Situation wurde ein wunder Punkt in dir getroffen. Dahinter liegt ein Gedanke, der dich klein macht, der dich einschränkt und der wehtut. Doch das muss nicht weiterhin so bleiben… und deswegen ist es gut, dass dieser wunde Punkt getroffen wurde.

4. Schritt: Entscheiden und Handeln

Wir wollen nun etwas tun, damit die Situation das nächste Mal anders abläuft und du nicht wieder mit deinem schlechten Gefühl zurück bleibst.

Zunächst musst du dich entscheiden:

Willst du weiterhin so denken und handeln wie bisher und dich dadurch schlecht fühlen ODER möchtest du dich für den neuen Gedanken und Weg entscheiden, der dich womöglich besser fühlen lässt?

Du hast es in der Hand dein schlechtes Gefühl in Entwicklung zu verwandeln!

Wenn du innerlich eine andere Entscheidung als sonst triffst, wird sich auch etwas im Außen verändern.

Durch die vorhergehenden Schritte weißt du nun, woher dein Gefühl kommt, du kennst die Situation und auch, dass sie mit deinen Gedanken zusammenhängen, wie du dich und die Welt siehst. Du kennst nun auch den Gedanken, der dich besser fühlen lässt. Wenn du also erneut in eine solche Situation kommst und deinen neuen Gedanken denkst: Wie handelst du jetzt? Was würde ein selbstsicherer, gestärkter Mensch tun? Er würde sich für das, was er haben möchte einsetzen und vielleicht seine Strategie ändern. Ihm wäre es egal, was andere über ihn denken, weil er weiß, dass zählt, was er über sich denkt. Und er würde zu sich stehen und hätte einen guten Grund, wenn er mal zu spät kommt.

Du weißt nun, was zu tun ist! Bist du es dir wert, dich für dich und deine Träume und Ziele einzusetzen?

Das schlechte Gefühl will dir zeigen, dass dort noch mehr für dich drin ist! Du bist es wert! Und du bist gut genug! Und du bist stark! Entscheide selbst, was wahr ist.

Handel und übernimm Verantwortung! Denk an das Gefühl, welches du hast, wenn du denkst:  „Ich bekomme, was ich will.“ “ Ich bin gut genug!“ und „Ich bin stark!“ Nutze das Selbstbewusstsein und die Stärke und geh raus, um das zu erreichen, wovon du träumst.

Dein Denken bestimmt dein Leben.

Noch ein kleiner Tipp:

Nimm dir am Besten einen Zettel und Stift. Wenn du es schriftlich vor dir hast, kommt die Antwort meist von selbst. Schreib einfach auf, was dir in den Sinn kommt. Bewerten und kritisieren kannst du später…

Soo. Das sind die vier Schritte, mit denen du deine schlechten Gefühle in Entwicklung verwandeln kannst und dir so ein Stück näher kommst.

Was meinst du? Ist das alles nur so ein Gelaber, was nicht wirklich etwas bringt? So Gefühle und sowas sind nicht dein Ding? Und sich hinzusetzen und über Situationen nachzudenken auch nicht? Denken soll mein Leben bestimmen? Paaaah.

Deine Zweifel sind vollkommen berechtigt und früher habe ich ehrlich gesagt ähnlich gedacht. Mit dem Thema hatte ich nie wirklich etwas am Hut. Die Leute, die das taten, waren für mich Spinner. Doch je mehr ich mich dafür öffnete und es mir anschaute, desto aufregender wurde es. Es einfach nur abzuwerten und zu sagen: Nee, das ist Schwachsinn und bringt doch Nichts, das kann jeder! Damit wehren wir Dinge ab, um uns selbst zu schützen, um eben nicht tiefer zu gehen und genauer hinzuschauen. Kann man machen, aber auf Dauer bringt das glaube ich wenig und wir machen uns selbst nur etwas vor. Deswegen: Bild dir deine Meinung aus deinen eigenen Erfahrungen! Geh die vier Schritte durch und schau, was passiert. Danach kannst du dann immer noch sagen: Nee, das ist doof!

 

Danke, dass du bis hier her gelesen hast! Das freut mich!

Alles Liebe,

Nadin

P.S. Wie gefallen dir die vier Schritte? Helfen sie dir? Findest du sie doof? Lass mir gern einen Kommentar dazu da. Ich freue mich, von dir zu hören!