Grenzüberschreitung – Wie mein Fühlen mein Wissen bereichern kann

Hallo,

ich finde den Zusammenhang spannend, dass wir Menschen durch unsere Wahrnehmung mittels unserer Sinne beschränkt sind. Wir sind nur Menschen und glauben dennoch, irgendwie mit unserem Verstand alles fassen zu können. Dabei ist es so, dass unsere Wahrnehmung die Informationen in unserer Umgebung filtert. Nur ein Bruchteil dieser kommen in unserem Gehirn wirklich zur Verarbeitung an.

Unter dieser Voraussetzung ist es eigentlich ein Irrglaube, dass das, was wir mit unserem Verstand fassen und mit Regeln und Gesetzen erklären können, alles ist!

Innerlich habe ich deswegen etwas dagegen, dass wir für alles eine Erklärung und einen logischen Beweis finden müssen, damit wir Sachen annehmen und glauben können. Wir Menschen sind ständig dabei uns weiterzuentwickeln, die Wissenschaft unterliegt unseren eigenen Grenzen und deswegen ist es eigentlich sinnvoll, wenn wir über diese Grenzen hinaus gehen und mehr als das reine Wissen einfließen lassen.

Ich glaube, dass das Fühlen den Weg des Wissens in einer gewissen Weise bereichern kann.

Etwas weckt unser Interesse, wir fühlen uns quasi dort hingezogen und dann versuchen wir es zu verstehen, zu erforschen und zu entdecken.

Und genau da greift dann das Wissen ein.

Der umgekehrte Weg, bei dem wir Dinge lernen, für die wir innerlich gar keine Resonanz fühlen, ist derjenige, der mir zuwider ist. Warum soll ich Dinge lernen, für die ich innerlich Null Interesse habe? Wenn da keine Resonanz ist, kein bisschen Freude oder so lebhafte Neugier, warum sollte ich dann in die Richtung gehen und mich dafür entscheiden? Ich glaube nicht, dass mich das erfüllen kann, also nicht innerlich, weil da einfach nicht die Verbindung da ist. Es passt vielleicht zu dem, was ich vorher schon gelernt habe, aber wenn da keine innerliche Begeisterung ist…

Ich merke, dass ich darauf reagiere und zwar aus dem Grund, weil ich früher so war, dass ich Dinge tat, um sie zu tun, weil ich nichts Besseres wusste und irgendwie muss man ja irgendwas machen… aber das ist nicht wahr!

Früher wusste ich es nicht besser, mir fehlte das Wissen, wie ich diese innerliche Begeisterung finde und, dass es anders geht und anders sein darf.

Heute kann ich schauen, was innerlich mit mir in Resonanz geht und ich folge dem.

Voller Neugier, wo es mich hinzieht. 

Ist das nicht auch viel effektiver? Wenn ich nämlich große Begeisterung für ein Thema mitbringe, weil es mich magisch dazu hinzieht, dann will ich alles darüber wissen und sauge alle Informationen regelrecht auf. Irgendwann bin ich Experte darin und das Wissen bereichert mich und gibt mir einen immer größeren Blick auf das, was mich da angezogen hat. Ich brauche nicht dasitzen und mir Dinge anschauen und in mich hineinprügeln, die mich nicht wirklich interessieren und wo ich vielleicht einen Hauch schlechte Laune bekomme, wenn ich nur daran denke.

Begeisterung und Freude kommen, glaube ich, wenn es innerlich mit uns in Resonanz geht.

Ich denke auch, dass Jeder so etwas hat, was ihn anzieht und, wo er so richtig, richtig drin aufgehen würde, wenn er darauf hören würde, sich trauen würde. Sich trauen den Weg zu gehen und sich selbst zu begegnen, alte Glaubenssätze aufzulösen, Verantwortung zu übernehmen.

Ist aber eben immer auch eine Sache von Prioritäten und Selbstliebe,ne?!

Mich zieht es auf den Weg, nach Innen zu hören und hinzufühlen, was ich wirklich will.

Ich möchte meine Zeit nicht mehr damit verbringen, mir Sachen in den Kopf zu prügeln, um etwas zu lernen, weil ich glaube, etwas lernen zu müssen.

Und nicht nur lernen, sondern auch machen.

Ich möchte Nichts mehr machen, was mir schadet, wo ich keinen Sinn drin sehe und wozu ich mich zwinge oder es nur tue, weil ich glaube, ich müsste es tun.

Warum denn bitte?

Ich gehe danach, was mir Freude bereitet und mich begeistert, mich bereichert und mich erfüllt.

Keine Ahnung, wo mich das hinführen wird, aber so lange ich mit meiner Begeisterung und Freude gehe, glaube ich auf einem guten Weg zu sein, dem ich vertrauen kann.

Das Leben meint es gut mit mir. 

Gleichzeitig befürchte ich und merke ich, dass mir viele Steine in den Weg fallen, dass ich Grenzen überwinden muss und ich herausgefordert werde. Und auch ist es klar, dass sich mein jetziges Leben verändern wird. Denn das Leben ist ein Prozess und wie es so schön heißt: die einzige Konstante ist die Veränderung.

Ich merke, was mir gut tut und was nicht. Zu Dingen, die mich erfüllen oder meine Neugier erwecken, fühle ich mich hingezogen. Zu Dingen, die mir schaden, mich runterziehen, mich schlecht fühlen lassen, fühle ich mich eher abgestoßen.

Und auch merke ich, dass das Leben zu kurz ist, um es mit Dingen zu verbringen, die ich scheinbar machen muss, die sich nicht stimmig anfühlen und die mir schaden.

„Sollte nicht all das Leid, welches ich in meinem Leben erfahren habe, ausreichen, um Entscheidungen zu treffen, die mir gut tun? Sollte nicht die Selbstliebe und mein Wohlergehen das sein, was mich lenkt und bewegt?“

Das habe ich mich gefragt.

JA! und JA! waren die Antworten.

Wenn ich nicht auf mich aufpasse und mich für meine Bedürfnisse und mein Wohlergehen einsetze, wer sollte das dann tun?

Wer steckt wirklich in mir drin und kann fühlen, was in mir vorgeht und kann entscheiden, was ich wirklich will, fühle und denke?

Das bin nur ich und nur ich kann mein Leben leben und nur ich kann es machen, dass es mir gut geht. Ich darf auf mich hören und hinfühlen und ich darf die wichtigste Person in meinem Leben sein!

Genauso, wie du die wichtigste Person in deinem Leben sein solltest!

Wir können den Umweg gehen und versuchen, Jemand anderen glücklich zu machen, um dann vielleicht seine Anerkennung, Liebe und Bestätigung dafür zu bekommen, damit wir uns selbst etwas wertgeschätzt und erfüllt fühlen.

Aber damit machen wir uns abhängig, gehen einen Umweg und wir bekommen nur einen Bruchteil dessen, was wir wirklich brauchen:

…nämlich unsere Liebe, unsere Anerkennung und unsere Unterstützung.

Ich glaube, wirklich vollkommen und glücklich lässt es sich auf dem Umweg nicht sein.

Was muss für dich passieren, damit du die Verantwortung für dein Leben übernimmst?

Mein Weg war krass und ich wünsche mir, dass du nicht erst an die unterste Grenze des Lebens stoßen musst, um zu realisieren, dass du so ein Leben nicht möchtest und, dass das Leben mehr ist.

Es kann glaube ich auch schon nur ein wenig Unzufriedenheit ausreichen, um zu handeln, um zu hinterfragen und um etwas zu verändern. Oder ein erschütterndes Ereignis in deinem Umfeld, was dich nachdenklich macht.

Es ist ein Prozess und ich bin auf dem Weg.

Das Leben ist eine Reise und unser Inneres der Kompass.

Und ja… das ist ein Weg… das geht nicht von Heute auf Morgen. Leider nicht und es wird auch immer wieder schmerzhaft. Angst und Zweifel reihen sich ebenfalls immer wieder ein.

Es ist spannend, es ist lebendig und es bewegt sich.

Seitdem ich mich für den Weg bewusst entschieden habe, kommen immer mehr neue und wundervolle Dinge in mein Leben. Es fühlt sich gut an und ich lerne viel.

Ich bin gerade dabei immer mehr Verantwortung zu übernehmen und genau hinzufühlen, was tut mir wirklich gut und womit möchte ich wirklich meine Zeit verbringen. Die Dinge, die mir schaden reduziere ich und die freigewordene Zeit fülle ich immer mehr mit dem auf, was mich innerlich anzieht und erfüllt; was mir Freude bereitet.

Nach und nach und gefühlt zur richtigen Zeit fallen mir immer wieder Punkte auf, an denen es drückt und die mir nicht mehr so passen, die sich nicht mehr stimmig anfühlen.

Ich schau dann genauer hin, was das mit mir macht, was da los ist. Mal sehe ich es gleich und mal lässt die Klarheit auf sich warten. Mal kann ich leicht loslassen und mich mit dem Neuen öffnen, mal traue ich mich noch nicht, wirklich hinzufühlen und es nach Außen zu tragen.

Und doch bewegt es mich.

Wonach gehst du in deinem Leben? Und wie wichtig bist du dir?

Ich freue mich über deine Antwort und vielleicht sind wir auf dem selben Weg und können uns dazu austauschen und ein paar Schritte gemeinsam gehen. Meld dich auch gern, falls du irgendwo hängst und Unterstützung brauchst. Bisher bin ich noch am Möglichkeiten suchen, meine Erfahrungen mit dir zu teilen. Dankeschön!

Das Leben ist eine Reise und unser Inneres der Kompass.

Alles Liebe,
Nadin

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