Be-wusst-sein: ein hilfreiches Tool

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Hallo.

Alltag. Autopilot. Machen. Ausführen. Läuft. Glücklich? Nö. Läuft halt. … Dazu kommt mir persönlich das Thema Bewusstsein in den Sinn. Und deswegen will ich meine Gedanken dazu hier mit dir teilen. Gleichzeitig hat es auch eine Menge mit meiner Seite und mir hier zu tun. Denn heute kommt es mir so vor, als wäre ich früher wirklich so autopilotisch (auch, wenn es das Wort nicht gibt, aber das trifft es gut) durchs Leben gewatschelt. Also gehts heute mal etwas philosophischer zu.

Sich über etwas bewusst sein, be-wusst und sein.

Da steckt einerseits das Wort Sein drinne. Sein an sich ist der Zustand, in dem wir uns gerade befinden. Wir sind einfach nur bzw. ist alles einfach. Wenn wir Nichts tun, dann sind wir auch und an sich ist das Leben einfach. Andererseits steckt in Be-wusst-sein noch das Wort be-wusst drin. Das macht es interessant, einfach nur zu sein, ohne sich dabei be-wusst zu sein, ist einfach nur sein. Demzufolge geht daraus auch nicht viel hervor, außer das Sein und das, was gerade ist. Was an sich zwar auch eine Menge ist, aber nicht in diesem Sinne, in dem ich es hier meine und worauf ich hinaus möchte.

Uiuiui, etwas verwirrend, aber spannend einmal so darüber zu schreiben. Ich mach mal weiter mit dem Be-wusst-sein. Bringen wir das Bewusste mit ins Spiel, bekommt das Ganze mehr Tiefe und einen Mehrwert, wie ich finde.

Denn das Be-wusste lässt uns das Sein, welches einfach nur ist, in gewisser Weise erfassen und registrieren.

Wenn wir in den Zustand des Seins kommen, wir uns zum Beispiel einfach nur hinsetzen und Nichts machen, dann passiert nicht viel auf den ersten Blick. Wir sitzen einfach nur da.. vielleicht schaltet sich der Verstand ein und sagt, ey, wie langweilig ist das denn… wie sinnlos. Jetzt sitz ich einfach nur da, das ist ätzend, das ist blöd, hier passiert nichts. Und es ist nicht üblich, dass unser Verstand uns anleitet, das zu unterbinden und die Situation zu verlassen. Verständlich, lieber Verstand.

Doch was ist das Be-wusst-sein?

Bringen wir in diesen Zustand des Seins das Be-wusste, so wird die Situation des einfach Nur-Dasitzens eine andere. Das Be-wusste bringt Aufmerksamkeit und Offenheit mit sich. Der Verstand wertet und will die Situation unter Kontrolle bringen und sie schnellstmöglich beenden, wenn es langweilig wird. Wir reagieren und fertig ists. Doch das Be-wusst-sein geht andere Wege, es wägt ab, es öffnet und lässt Freiraum; Freiraum für Neues, für neue Wege und Möglichkeiten.

Wenn wir be-wusst sitzen, sind wir bewusst. Wir sitzen mit Bewusstsein. In dieser Situation öffnen wir uns und nehmen wahr, was ist. Wir nehmen es be-wusst wahr und lassen das, was ist auf uns wirken. Wir lassen es erst einmal sein, aber mit be-wusstem Auge darauf.

Wir realisieren, dass das Sitzen mehr ist als der Verstand greifen kann.

Wir können wahrnehmen, dass die Gedanken des Verstandes nur Gedanken sind und, dass wir eine Wahl haben, ob wir darauf reagieren oder nicht. Das Be-wusst-sein schafft also Raum und Freiheit. Wir können realisieren, dass unsere Gedanken nur sind, wir aber nicht zwangsweise unsere Gedanken sind. Und, dass wir durch Be-wusst-sein einen Einfluss darauf haben.

Und was ist das Gegenstück?

Das Gegenstück zu Be-wusst ist Un-be-wusst. Wenn wir uns im Un-be-wussten Zustand befinden, dann realisieren wir nicht, dass wir sind, sondern wir sind einfach nur. Es passiert und wir reagieren. Ping – Pong. Ping – Pong. So, wie wir es immer schon getan haben. Das ist gut, denn so müssen wir auch weniger Energie aufwenden, um zu sein. Läuft.

Der Be-wusste Zustand hingegen erfordert mehr Energie, denn wir wachen auf und realisieren, was dort wirklich passiert. Indem wir das tun, haben wir einen Einfluss.

Wir haben die Macht darüber, was wir denken wollen und wie wir handeln wollen.

Be-wusst sind wie nicht länger Opfer unserer Gedanken und Handlungsweisen, sondern wir entscheiden be-wusst, was wir wollen und gut finden, und was nicht.

Was bedeutet dieses Be-wusst-sein nun für unseren Alltag?

Indem wir Be-wusst-sein in unser Leben bringen, können wir dieses auch aktiver gestalten und es unseren Bedürfnissen entsprechend anpassen. Wir sind nicht länger einfach nur, sondern wir übernehmen Verantwortung für uns selbst.

Gehen wir be-wusst mit uns selbst um, so können wir auch mehr Wohlbefinden in unser Leben bringen. Wir können nämlich be-wusst wahrnehmen, ob uns etwas schadet oder nicht.

Im Zustand des Be-wusst-seins stehen wir quasi ein wenig über uns und nehmen mehr eine beobachtende Rolle ein. Wir können uns selbst mit etwas Abstand betrachten. Das bietet uns auch Raum, um uns und unser Leben zu reflektieren, was uns wiederum mehr Raum und Möglichkeiten bietet.

Sind wir uns be-wusst darüber, was gerade ist, so fühlen wir uns auch selbst-be-wusster. Egal, was gerade ist, der Zustand des Be-wusst-seins kann zu einer Art Klarheit führen für das, was gerade ist.

Für unseren Alltag bedeutet es also, dass es sich durchaus lohnt, das Be-wusst-sein zu integrieren, sodass wir be-wusster und reflektierter durch unser Leben gehen können. Es bewahrt uns auch davor, nicht länger wie ein Spielball, der gegen die Wand hüpft, einfach nur zu reagieren, sondern viel mehr das Ganze zu durchdringen.

Das Be-wusst-sein ist also ein Tool, welches uns hilft mehr von dem, was uns gut tut in unser Leben zu bringen!

Ich hoffe, du konntest meinem Gedankenfluss folgen und meine Worte haben dich vielleicht ein wenig zum Nachdenken angeregt. Das, was ich hier schreibe ist allerdings auch nur meine Sicht der Dinge und stellen keine Verallgemeinerungen dar. Wenn ich schreibe, dann fließen diese Gedanken so aus mir heraus. Und diese teile ich hier mit dir. Deswegen auch immer hier die Anregung:

Wie siehst du das? Was genau bedeutet für dich Bewusstsein?

Lass mit gern einen Kommentar dazu da. Ich freue mich, von dir zu lesen!

Alles Liebe,
Nadin

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Ein Kommentar zu „Be-wusst-sein: ein hilfreiches Tool

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